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 Obere Lange Straße

Die Lange Straße, ab der Einmündung Winterbergstraße bis Herforder Straße

Stichwort Amtsgericht

Ein Gericht in Vlotho gab es seit 1815. Ab 1841 befand es sich in der Nähe des Kirchplatzes der St.-Stephans- Kirche. Zum 1. 1. 1974 wurde es aufgehoben. Ab nun wurden sämtliche, unter das Strafrecht fallende, Belange zentral von Bad Oeynhausen übernommen. 1975 wurde das Amtsgericht ganz geschlossen. Das zuständige Amtsgericht für Vlotho ist nun Bad Oeynhausen. Einen ausführlichen  Bericht   finden sie auf der Bildseite.

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Amtsgericht um 1970.

 

Einweihung der "oberen"

 Langen Straße 1982.

Lange Straße Nr. 123 und 125

 

 

 

 

oberelangestrasse1977-60Stichwort Die „Obere Lange“ Straße um 1977

Diese Aufnahme wurde vom Gaubenfenster des Schlachtermeisters Siegfried Krischke, Lange Straße Nr. 123, fotografiert, als die Straße noch den Durchgangsverkehr unserer Stadt schlucken musste. Das Krischke-Gebäude ist inzwischen abgerissen worden. Das Foto zeigt die linke Straßenseite von der Haus Nr. 118 bis zum Ende. Hier steht noch das Haus Böndel Nr. 128 mit der gelben Markise. Auf Grund der Stadtsanierung wurde das Haus im Dezember 1978 abgerissen, um eine Zufahrt zum Ölmühlenparkplatz zu erhalten. Erwähnenswert ist, dass sich hier drei Apotheken in einem Bereich von knapp 150m befanden. Mehr über diese Apotheken und ein Vergleichsfoto von 2012 finden Sie auf der Bildseite.

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hauslangestr114hauslangestr114-nur-eingStichwort Haus Lange Straße Nr. 114

Das Haus entstand im Jahre 1897, nachdem ein an gleicher Stelle befindliches, 1651  erbautes, Fachwerkhaus  durch einen Brand vernichtet worden war. In dem Haus mit dem turmähnlichen Erker zwischen dem ehemaligen Gerichtsgebäude und dem Café  Sturhann unterhielt Gustav Süllwald ein Kolonialwaren- und Haushaltswarengeschäft. Später traten die drei Brüder Heinr. Aug., Willi und Fritz Wiemann die Nachfolgeschaft an. Als Letzter nutzte Gerhard Wiemann die Räumlichkeiten, bis er 1960 das neue Geschäftshaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite erbaute (heutiger Mieter "Ihr Platz"). Von dem Süllwald / Wiemannschen Geschäfts- und Wohnhaus ist nichts geblieben, weil es für die Verbindungsstraße zwischen der Langen Straße und der Entlastungsstraße L778 im Wege stand. Im Herbst 1979 wurde das Haus "Lange Straße 114" abgerissen.

 

sturhann60Stichwort Haus Sturhann Lange Straße 116

Der Weg vom Bauernhaus zur Bäckerei und Café

Im Jahre 1922 wurde das Haus, Lange Straße 116, mit Hofraum und Garten, der bis an den Mühlenbach reichte, von Georg Sturhann käuflich erworben. Im Grundbuch von Vlotho ist es in Band 17, Blatt 10, eingetragen.

Das Haus, ein typisches Ackerbürgerhaus, war 1651 von Dirich von Sulpke erbaut worden, der 1672 zu den zwanzig der ältesten Hausbesitzer von Vlotho zählte. In den ersten 200 Jahren ist das Haus als Bauernhaus genutzt worden. Die drei über die ganze Fläche des Fachwerkhauses gehenden Böden, so wie der Aufzug an der Vorderseite des Hauses, weisen noch heute auf die frühere Bestimmung hin. Seit 1850 wurde neben der Landwirtschaft auch eine Bäckerei betrieben. Im Jahre 1857 wurde hinter dem Haupthaus ein weiteres Gebäude errichtet, welches vom damaligen Besitzer als Kuhstall genutzt wurde. Ein an der Vorderseite eingesetzter Stein trägt folgende Inschrift: C.R.S. 1857 N. 157 B. C.R.S. bedeutete Carl Rudolf Schmidt.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

lange-str-123-60Stichwort Lange Str. 123

Die Rind- und Schweineschlachterei Böke-Franz-Krischke

Carl Böke, dessen Bruder Fritz Böke in der Oelbrinkstraße eine Schlachterei betrieb, wollte eigentlich Lehrer werden. Doch aufgrund der Weisung seines Vaters wurde er Schlachter und führte an der Langen Straße Nr. 123 eine Schlachterei. Das Wohn- und Geschäftshaus Lange Straße 123 hatte Carl von seinem Urgroßvater Christian Friedrich Böke erhalten. Das Gebäude verfügte bereits über einen Laden, eine zu jener Zeit als modern erachtete „Wursteküche" und über einen Eiskeller. Das in dem Keller gespeicherte Eis, das im Winter auf dem zugefrorenen Akemeierschen Teich in Hollwiesen gebrochen wurde, sorgte dafür, dass auch im Hochsommer die Fleisch- und Wurstwaren immer genüsslich frisch waren.

1902 heiratete er Frieda Bernhard, deren Eltern in Vlotho ebenfalls eine Schlachterei in der Nähe des Bahnhofs besaßen. Carl Böke verstarb bereits 1935, seine Frau Frieda hingegen 1945.

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wiemannStichwort Haus Wiemann Lange Straße Nr. 127 - Altbau

Von den alten Vlothoer Häusern, die inzwischen verschwunden und durch Neubauten ersetzt worden sind, wurden erfreulicherweise einige in ihren Bildern festgehalten. Zu ihnen gehört auch das Haus Lange Straße Nr. 127. Das Haus wechselte in den vergangenen Jahrhunderten häufig den Besitzer, blieb aber immer im Familienbesitz, bis es der Kaufmann August Wiemann 1929 erwarb. Sein Sohn Heinrich August Wiemann ließ dieses Haus, das inzwischen sehr Baufähig geworden war, abreißen. Gerhard Wiemann errichtete an dieser Stelle (1960) ein  großes neuzeitliches Geschäftshaus, dass er zunächst selbst nutzte.   Geschichte.

 

wiemann127neubau-1975Stichwort Haus Wiemann Lange Straße Nr. 127 - Neubau

Als die alte Linde fiel, hatten manche heimattreuen Vlothoer einen Trauertag, wenn sie auch mit sensationeller Erwartung diesem Sturz des Baumriesen beiwohnten. Man war es in etwa aber doch schon gewohnt, dass die neuzeitliche Entwicklung im Stadtinnern aufräumte und manche friedliche Idylle zu einer Erinnerung machte.

Das alte Patrizierhaus hinter der großen Linde, das schon 1718 von Joachim Stalfordt errichtet wurde und 1959 dem Abbruchshammer anheimfiel, strahlte mit seiner brüchig gewordenen Fassade keinen Glanz mehr aus, zumal in späteren Jahrzehnten das Fachwerk mit Mörtel überkleistert worden war. 1867 erwarb es der Kaufmann Heinrich Heidsiek, 1929 der Kaufmann Heinrich-August Wiemann, der zunächst mit seinen beiden Brüdern im gepachteten Geschäft (schräg gegenüber, Lange Straße 114) die Kunden bediente. Beide Brüder (Fritz und Willi) errichteten später an der Herforder Straße ihre eigenen Geschäfte.  

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althoffStichwort  Althoff Lebensmittelgeschäft

Rudolph Althoff (1899-1972) eröffnete um 1923 ein Lebensmittelgeschäft im Hause Lange Straße Nr. 130 (heute Altstadt-Apothoke). 1930 zog

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 Helmut Althoff

er um in das Haus Nr. 122 (heute Markt-Apotheke). Als er 1937 das Haus Lange Straße Nr. 132 erwarb, zog er in dieses auch mit seinem Geschäft

(August 1937). Sohn Helmut (geb. 1928), der im elterlichen Geschäft tätig war, kann sich heute noch an lebhaften Handel und Wandel erinnern. So gab es mindestens neun Lebensmittelgeschäfte und vier Schlachtereien im Stadtkern.

Rudolph Althoff gab 1952 sein Lebensmittelgeschäft auf. Ein Jahr später übernahm der  „Konsum“ die Verkaufsräume und verblieb bis 1970.

Danach, ab Oktober 1970, bot Helmut Bärenfänger dort seine Lederwaren bis 1982 an, der zuvor an der Weserstraße ansässig war. Danach wechselten die Ladenpächter mehrmals. Heute ist das Kinderbekleidungsgeschäft Müller in diesen Räumen. Zwischenzeitlich (1973) hatte der Apotheker Wilhelm Kannegießer das Haus erworben. Heute ist das Haus im Besitz von Hans Ahlemeyer und Geschwister.

Stand: 2012

hauslangestr129Stichwort Haus Lange Straße Nr. 129 (bis 1910 Vlotho Nr. 164)

Das Baujahr dieses Hauses ist nicht mehr festzustellen und auch über die Geschichte des Hauses gehen die Schilderungen der Chronisten Harland und Dr. Großmann ein wenig auseinander. Danach könnte das Haus bereits Anfang der 1700er Jahre erbaut worden sein. Denn 1743 und 1827 wird der Schiffer Gerlach Focke als Besitzer erwähnt. Zwischen den 1830er Jahren und 1860 wurde das Gebäude abgebrochen und durch einen Neubau, den der Kaufmann Gustav Brandt ausführte, ersetzt. Die neue Ansicht des Hauses (Brandtsche Villa), hatte bis um 1960 Bestand.

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stuetzmauerlangeStichwort Stützmauer an der Langen Straße

Wo heute die Häuser Nr. 129 bis Nr. 135 das Straßenbild der Langen Straße zieren, erstreckte sich einst eine Staumauer zu Stützung des Berghanges. Sie war, wie noch manche ältere Häuser, aus Horststeinen gebaut, die aus den ehemaligen Steinbrüchen bei der Horst stammen. Die Abbrucharbeiten erfolgten stückweise über zwei Jahrzehnte. Den Anfang machte die Ecke zur Höltkebruchstraße im Februar 1956 bis 1972 die ehemalige Klinik Blaß Nr. 129 erreicht war. Wie alt die Stützmauer an der oberen Langen Straße war, ist nicht genau festzustellen, jedoch dürfte diese aus dem Jahre 1712 stammen.   

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Stichwort Haus Böndel

Haus Böndel war ein Geschäftshaus an der Langen Straße Nr. 128, das neben dem Teppich- und Farbengeschäft Heinrich Drewel stand. Im Jahr 1958 erwarb die Firma Drewel dieses Haus und nutzte den linken Teil als erweiterte Verkaufsfläche. Rechts war zuletzt ein Bekleidungsgeschäft untergebracht. Auf Grund der Stadtsanierung wurde das Haus im Dezember 1978 abgerissen, um eine Zufahrt zum Ölmühlenparkplatz zu erhalten.

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Links:

Haus Böndel

Geschichte

 

Rechts:

Landhandel Wilhelm Meise im Okt. 1926, an der Langen Straße 138, später "Malz Scheune".

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gloeckleStichwort Bratwurst-Glöckle

Am 1. Januar 1970 übernahm der Bad Oeynhausener Karl-Heinz Schomburg (liebevoll „Kalle“ genannt) die Imbisstube „Bratwurst-Glöckle" an der Langen Straße Nr. 134, die zuvor sein Vater Heinrich Schomburg geführt hatte. Den Vlothoerinnen und Vlothoern ist er auch als Gründer der Judo-Abteilung des TuS Vlotho bekannt. Das Geschäft betrieb „Kalle" Schomburg zunächst gemeinsam mit Ehefrau Karin und den Eltern, später kamen noch weitere Mitarbeiter hinzu. Am 1. Januar 1995 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Mit dabei Ehefrau Karin und die Mitarbeiterinnen Gisela Schulz und Anne Grotefeld, die fast zwanzig Jahre zur Mannschaft gehörten. 90 Prozent der Kundschaft waren Stammkunden aus Vlotho, denn seine „leckere“ Bratwurst war bekannt.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

langestr-ruecksStichwort Rückseite Lange Straße um 1923

Ein Blick vom Ölbrink (Wasserstraße) auf Vlothos Innenstadt, als sie noch nicht aufgespalten und ihre Struktur so rücksichtslos beraubt worden war. Die Kleinbahn durchquerte noch, wie schon seit der Jahrhundertwende, dampfend die Stadt. Entlang den grünenden Ufern des Baches und vorbei an den aus der rückwärtigen Perspektive abgebildeten alten Häusern an der Langen Straße, etwa im Bereich zwischen der Winterbergstraße und Valdorfer Straße.

Erklärungen finden sie auf der Bildseite

 

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Vorder- und Rückseite des Hauses.

Stichwort Haus Malz

Das so genannte "Patrizierhaus Malz" wurde 1684 in Vlotho auf dem "Ziegelkamp" erbaut, der bis zur Reformation dem Kloster Segenstal gehörte und danach zur allgemeinen Bebauung frei gegeben wurde. Er erhielt seinen Namen von dem Lehmstich dort, der zu Ziegeln verarbeitet wurde. Das Haus Malz trug daher früher die Bezeichnung „Auf dem Kampe Nr. 170". Das Gefälle in den Gossen zwischen den Häusern weist auf die Stufe des Lehmstichs hin.

Vom Typ her ist das Haus ein giebelständiges niederdeutsches Hallenhaus in Vierständerbauweise mit niedersächsischem

Fachwerk. Verbaut wurde ein Eichenwald von 1 ha. Es ähnelt zwar einem in dieser Gegend üblichen Bauernhaus, ist jedoch nie ein solches gewesen. Von seiner Funktion her ist es ein reines Kaufmannshaus mit patrizischen Merkmalen. Dafür sprechen der noch funktionierende Aufzug mit dem vorspringenden Aufzugsbalken, die beiden großen Lagerböden (für Getreide, Zucker, Kaffee, Tee, Salz, Steingut, Haushaltswaren, Farben), und das große Einfahrtstor,  durch das man mit dem Wagen auf die Diele fahren konnte. Das Haus ist hufeisenförmig unterkellert.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.             haus-malz-diele-info              haus-malz-z-info

 

malz-familien-starbildStichwort Geschichte der Familien Malz

Kleine Chronik einer Vlothoer Kaufmanns- und Arztfamilie

Hermann Malz (*1834 †1900) stammte aus Dortmund, wo er als Bergmann eine Ausbildung zum Obersteiger absolviert hatte. Mit 24 Jahren kam er nach Vlotho, wo er bei dem Kaufmann, Gastwirt und Agronom Simon Depping, (* 1804 †1868), der aus Herbrechtsdorf in Lippe stammte, Unterkunft und Beschäftigung fand. In seinem Haus in Vlotho in der Langen Straße (damals „Auf dem Kampe“ 170) lernte er die Tätigkeiten eines Kaufmanns usw. kennen. Hier heiratete Hermann Malz auch die Stieftochter von Simon Depping Lina Düsenberg, eine direkte Nachkommin der Erbauer des Malzschen Hauses. Sie starb aber schon ein Jahr danach. In zweiter Ehe heiratete Hermann Malz die Nichte von Simon Depping, Salomine Depping (*1850 †1924), ebenfalls aus Herbrechtsdorf stammend. Zehn Kinder wurden ihnen geboren, von denen vier im frühen Kindesalter verstarben.  Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

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Rosarium/Rosengarten 1925/2015

Stichwort Bürgergarten am Haus Malz

Rosarium* und Bürgergarten am Haus Malz / Poelmahn**

Im Mai 2015 begannen die Arbeiten im Garten des Hauses Malz und Poelmahn. Hier wurde zunächst der teilweise zugeschüttete Garten  von 1925 wieder freigelegt. Eine Woche lang haben 20 Jugendliche für die Stiftung Denkmalschutz mit ihrer archäologischen Grabung die Vorbereitung für die Neuanlage von Rosarium und Bürgergarten hinter den Häusern Malz und Poelmahn geschaffen. Erst danach konnte auch schweres Gerät eingesetzt werden.

Einen bürgerlichen Garten aus den 1920er auszugraben, war schon für die beteiligten Kräfte eine Besonderheit. Bei dem Projekt geht es um eine Aufbesserung des Umfeldes vom denkmalgeschützten Haus Malz. Im Herbst 2015 waren die Arbeiten so gut wie beendet. Doch erst 2016 wird sich der Garten in seiner vollen Pracht zeigen. Stand: Sept. 2015     Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

poempel-80Stichwort Pömpel auf der Langen Straße - Höhe Haus-Nr. 138.

Pömpel sind raus: Belebung der Langen Straße sollte Probeweise für ein Jahr versucht werden.

Mit 24 Jastimmen hatte sich der Rat der Stadt Vlotho im November 2012 für die probeweise Öffnung der oberpoempel-schild7en Langen Straße ab 5. Dezember 2012 ausgesprochen

Auch Bürgermeister Bernd Stute setzte sich dafür ein, dass die sperrenden Pömpel herausgenommen wurden, um eine Belebung zu versuchen. Die Werbe- und Interessengemeinschaft Vlotho (WIV) zeigte sich mit dem Ergebnis der Abstimmung zufrieden.

Nur ein Jahr lang war die obere Lange Straße probeweise für den Durchgangsverkehr geöffnet, ehe ein Antrag des Seniorenbeirates im November 2013 für die erneute Schließung im zuständigen Ausschuss und im Rat eine knappe Mehrheit fand.  Stand: 25. November 2013

Was schrieb die Zeitung dazu: poempel-button-zeitung-info

 

Wer nicht weiß was dieses Schild bedeutet, sollte es anklicken.

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Stichwort Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal an der Langen Straße erinnerte an den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864, an den deutschen Krieg von 1866 (Preußen und Österreich) und an den Deutsch-Französischen Krieg 1870-1871.
Die Geschichte des Kriegerdenkmals, finden sie auf der Bildseite.

 

hauslangestr137Stichwort Fachwerkhaus Lange Straße Nr. 137

Das Haus Lange Straße Nr. 137 (1738 erbaut) wurde um 1880 vom Fabrikanten Ferdinand Schütte gekauft und als Stärke- und Seifenpulverfabrik eingerichtet. Im ebenerdigen Gebäudeteil wurden eine Gemischtwarenhandlung und eine Schankstätte betrieben.

Der Fortbestand des Gebäudes war 1914 zum ersten mal in Frage gestellt. Der Eigentümer wollte es abbrechen und einen Neubau errichten. Diese Absicht wurde vereitelt, wobei die Umstände des 1. Weltkrieges auch entscheidend waren. 1928 übernahm der Schlachter Otto Knoche das Ladengeschäft und später folgten verschiedene Mieter.

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lange-nr139-1973Stichwort Fachwerkhaus Lange Straße Nr. 139

Das Erbauungsjahr dieses Hauses ist leider nicht bekannt. Die Hauschronik weist jedoch wenigstens einige Besitzer auf, die urkundlich erwähnt sind. Ab 1686 wird Heinrich Siekmann als Besitzer genannt. Der Gastwirt und Kaufmann Becker war ab 1790 dort ansässig. Es folgte 1860 der Schiffer Johann Friedrich Güse, der dieses Haus auch um 1825 umbaute. 1862 übernahm der Kaufmann und Gastwirt Konrad Friedrich Grotjahn das Haus. Ob dieses Haus auch als Gastwirtschaft diente, ist nicht bekannt. Es folgten als Besitzer der Fabrikant Ferdinand Schütte und danach die Witwe Martha Brenker. Ab 1971 übernahm der Kaufmann Werner Brenker das Haus. Er übergab das Haus 1976 an die Stadtsparkasse Vlotho, die es aufwendig restaurierte und noch 1976 dort die Filiale „Lange Straße Nr. 139“ eröffnete. Die Filiale wurde im August 2006 wieder aufgegeben. Heute (2009) können die Räumlichkeiten gemietet oder erworben werden.

 

wehage-heitmann-fachwStichwort Geschichte des Hauses  „Vlotho Nr. 173“ ab1910 „Lange Straße Nr. 144“

Zunächst stand an dieser Stelle ein großes Fachwerkhaus, dessen Erbauungszeit zwischen 1695 und 1705 gelegen haben muss. Fest steht, dass es der zweite Sitz der Vlothoer Sparkasse war. Leiter der Sparkasse in diesem Hause war der Kaufmann Heinrich Heitmann, der auch seine Wohnung dort hatte. Als die Sparkasse dieses Gebäude 1910 verließ (Umzug an die Weserstraße Nr. 16),  blieb Heitmanns Wohnsitz hier erhalten. Später wechselte er seinen Beruf und wurde Vertreter für Landmaschinen, die zum Teil in diesem Haus untergestellt waren. Heitmann wohnte noch bis 1928 oder 1929 in dem Fachwerkhaus, bis es durch einen Brand, der tagsüber tobte, vernichtet wurde. Wegen der hohen Brandgefahr der Nachbarhäuser mussten die Bürger ihre Häuser verlassen. Kinder wurden zur Sicherheit in die Klinik Blass gebracht, so berichtet Dr. Ulrich Malz der es selbst miterlebt hat. Etwa sechs Jahre nach dem Brand erwarb der Kaufmann Karl Wehage, geboren 1896 in Eisbergen, dieses Grundstück. Seine Frau Ilse, die 1903 in Hamburg geboren wurde, bekam drei Kinder: Sigrid geb. 1928, Ruth geb. 1932 und Gisela geb. 1934. Tochter Sigrid dürfte wohl für die Vlothoer Bürger die bekannteste sein, denn sie heiratete später den Arzt Dr. med. Siegfried Scheidewig und zog mit ihm an die Burgstraße Nr. 31.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

hoeckenschnStichwort  Gaststätten Höckenschnieder

Im Jahr 1889 kam der Bäckermeister Franz Höckenschnieder von Rietberg nach Vlotho, wo er das kleine Fachwerkhaus (damals Lange Straße Nr. 188) käuflich erwarb, das bereits über 200 Jahre „auf dem Buckel" hatte.

Der Jungunternehmer eröffnete hier zunächst eine Bäckerei. Durch Sparsamkeit und Fleiß brachte er es dahin, in den Jahren von 1904 bis 1906 auf dem Nachbargrundstück einen vierstöckigen Neubau errichten zu lassen, für damalige Verhältnisse fast ein Hochhaus. Der markante Neubau war für 30.000 Goldmark vom Bauunternehmer Carl Tengeler errichtet worden.  Die Bäckerei siedelte nicht mit in das neue Gebäude über. Die Gastwirtschaft kam später hinzu. Als aus dem Ersten Weltkrieg zwei Söhne nicht zurückkehrten, sah sich Vater Höckenschnieder genötigt, seinen Betrieb ganz einzustellen. Im Jahre 1938 trat Sohn Paul die Nachfolge an. Über 20 Jahre bewirtschaftete er die Gaststätte mit bestem Bemühen um das Wohl seiner Gäste.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

Links: Stammhaus von 1889 und der spätere Neubau.

 

langeendeStichwort Ende Lange Straße

Durch die Stadtsanierung sind unter anderem am Ende der Langen Straße und am Anfang der Herforder Straße einige Häuser dem Bagger zum Opfer gefallen.

Auf der linken Seite der Langen Straße sind es die Häuser, Gaststätte Höckenschnieder Nr. 148 (mit Croenchen Nr.146) und Zigarrenfabrik Klinksiek Nr. 150, die abgebrochen worden sind. Rechtsseitig ist nur das letzte Haus Nr. 135 entfernt worden. Dieses wurde von Dr. Rotstock und Uhrengeschäft Teipel genutzt. Fotobeschreibung auf der Bildunterseite.

Hier endet die Lange Straße.  Folgeseiten sind:  Valdorfer Straße und Herforder Straße.

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