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Neue Weserbrücke

 

Diese Seite soll ältere Bürger dieser Stadt an ihre Jugendzeit erinnern und für die jüngeren einen kleinen Blick in die Geschichte der Stadt Vlotho ermöglichen.

 

Die neue Weserbrücke erbaut 1980/1981

 

nbruecke-bildxStichwort Neue Weserbrücke

1981 - Vlotho wird mit Uffeln durch eine neue Weserbrücke verbunden und erhält im gleichen Zuge eine Entlastungsstraße, die die Innenstadt vom Durchgangsverkehr freihält.

Die Baustelle der neuen Weserbrücke begann am 10.08.1978 in Uffeln beim Landwirt  Meyerbröker. Nach und nach schob sich die Baustelle bis an die Weser fort. Danach wurden die Bauarbeiten auf der Vlothoer Seite fortgesetzt. In der Nähe der Weserstraße (früher Holzhandlung Sturhan) wurde der Brückenanfang in Richtung Weser gesetzt. Die Baustelle wanderte nun bis zur Weser. Als letztes wurde das Teilstück über der Weser errichtet. Damit war die Brücke geschlossen. Es verging noch einige Zeit bis die Fahrbahndecke asphaltiert  und das Brückengeländer angebracht war. Am 18. September 1981 war es dann soweit, Bürgermeister Heinz Reinhardt übergab die neue Weserbrücke dem Verkehr. Es folgte die Einweihungsfeier, die an zweiTagen stattfand. Aktueller Schlager war: „Der Ententanz“.

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Die Geschichte der neuen Weserbrücke

 

Die Planung für den Neubau der L 778 in Vlotho wurde erstmals im Jahre 1963 in einer Behördenbesprechung erörtert, wobei der bestehende Weserübergang beibehalten werden sollte. Als spätere Untersuchungen ergaben, dass der Weserübergang von Grund auf hätte erneuert werden müssen, wurde eine Verlegung der Landstraße mit neuem Weserübergang geplant. Diese Linienführung wurde dann im Januar 1970 bestimmt.

Vor Beginn der Bauarbeitern wurde das Baufeld auf Kampfmittel überprüft, es wurden jedoch keine Kampfmittel festgestellt.

Mit den vorbereitenden Arbeiten wurde im Herbst 1973 begonnen. Bei der Ausbildung des Lehrgerüstes musste im Bereich der Weser eine Schifffahrtsöffnung von mindestens 25,00 m Breite freigehalten werden, wobei nach Oberstrom Eisabweiser anzubringen waren. Die Lehrgerüstöffnungen über der DB-Strecke Löhne-Hameln und der Weserpromenade mussten entsprechend dem jeweiligen Lichtraumprofil ausgebildet werden. Mit den Bauarbeiten wurde umgehend begonnen. Der Bauablauf gestaltete sich derart zügig, dass im Dezember 1979 bereits etwa die Hälfte der Überbauten fertig gestellt war. Als mit der Einschalung der Weserstrombrücke begonnen wurde, kam es zu einer Unterbrechung, da am 15.12.1979 das Motorschiff MS "Heimburg" nach missglücktem Versuch, die Engstelle im Bereich der im Bau befindlichen Weserbrücke stromaufwärts zu passieren, am rechten Ufer bugseitig auf Grund lief. Das Heck des Schiffes lag, nachdem es einen Eisabweiser fast völlig zerstört hatte, ca. 1,50 m vor der Gründung des Lehrgerüstes (siehe Foto unten). Da zu befürchten war, dass das Schiff samt Ladung - etwa 4oo t Edelhölzer in Stämmen - gegen das Lehrgerüst drücken und damit einen Schaden in Millionenhöhe verursachen könnte, wurde umgehend die Bergung eingeleitet. Bei dem Versuch, das Schiff mit einem weiteren Motorschiff und zwei Bergepanzern der britischen Stationierungsstreitkräfte wieder in die Fahrrinne zu ziehen, sank es auf Grund und verlor dabei einen Teil der Ladung. Da die schwergewichtigen Bäume ebenfalls eine Gefahr für das Lehrgerüst darstellten, mussten zunächst die Stämme geborgen werden, was bei der zu der Zeit hochwasserführenden Weser - Pegel etwa 2,00 m über Normal - nicht einfach war. Danach wurde das Schiff unter Zuhilfenahme von vier britischen Bergepanzern der Marke "Chieftain" von einer Hamburger Bergefirma auf das Weserufer gezogen. Diese Schiffsbergung wurde durchgeführt und abgeschlossen am 24. Dezember 1979. Erst nachdem Anfang Januar 1980 durch einen Baugrundsachverständigen unter Tauchereinsatz festgestellt wurde, dass die Gründung des Lehrgerüstes keinen Schaden genommen hatte, konnten die Bauarbeiten Mitte Januar 1980 wieder aufgenommen werden. Die Bauarbeiten verliefen auch weiterhin recht zügig, so dass nun der gesamte Weserübergang dem Verkehr übergeben werden kann.

 

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Die Fahrbahnmarkierung wurde entsprechend den einschlägigen Richtlinien durchgeführt. Auf dem Bauwerk wurden zwischen Fahrbahn und Rad-/Gehweg auf einem 1,00 m breiten Streifen Distanzschutzplanken aufgestellt. Die Anordnung der Beschilderung wurde mit dem zuständigen Straßenverkehrsamt abgestimmt. Sie dient zur einwandfreien Orientierung des Kraftfahrers und der Verkehrssicherheit. Von der Stadt Vlotho wurde auf der gesamten Baustrecke eine Straßenbeleuchtung installiert, um die Verkehrssicherheit, sowohl des Kfz-Verkehrs als auch des Rad- und Fußgängerverkehrs, auch in der Dunkelheit zu gewährleisten.

Ausbaulänge und Baukosten
Die Gesamtkosten für den II. Bauabschnitt der L 778 einschließlich der Kosten für die im Jahre 1979 fertig gestellte 1.Teilstrecke von 0,450 km Länge betragen 33,2 Mio. DM, wovon 9,5 Mio. DM auf Grunderwerb und 23,7 Mio. DM auf die Baukosten entfallen. Die Baukosten setzen sich zusammen aus 14,6 Mio. DM für die Weserbrücke, 3,3 Mio. DM für die Verlegung des Forellenbaches, 3,8 Mio. DM für die Erd- und Fahrbahndeckenarbeiten außerhalb der Weserbrücke und 2,o Mio. DM für den Abbruch der alten Weserbrücke.

In den Gesamtkosten von 33,2 Mio. DM sind Kostenanteile des Bundes in Höhe von 1,2 Mio. DM für das Kreuzungsbauwerk und die Verbindungsrampe mit der geplanten B 514 sowie der Stadt Vlotho in Höhe von 3,8 Mio. DM für die Aufständerung der Fahrbahn und der Verbindungsrampe enthalten.

 

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Leider kein gutes Foto, aber das gesunkene Motorschiff MS "Heimburg"mit

der Baumstammladung ist vor der Baustelle sichtbar. Foto: 17. Dezember 1979.

 

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