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Oelbrinkstraße
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Oelbrinkstraße / Ölbrink - die linke Seite
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 Stichwort Oelbrinkstraße
Die Oelbrinkstraße gehört zu den ältesten Straßen von Vlotho. Älter ist nur die Obergstraße, Lange Straße und Mühlenstraße. Ihren Namen hat sie von der Ölmühle, die dort bis in die 1950er Jahre in Betrieb war. Hier befinden sich eine Reihe alter Fachwerkhäuser, dessen Erbauungen in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückgehen.
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 2, Nenstiel / Sonntag
Das Eckhaus Oelbrinkstraße/Winterbergstraße blickt auf eine lange Gewerbegeschichte zurück. Soweit bekannt, gründete dort Eduard Nenstiel um 1885 eine Funier- und Zigarrenkistenfabrik, die später von seinem Sohn Friedrich weitergeführt wurde. Die Baumstämme für die Fertigung kamen aus Bremen und wurden mit der Reichsbahn in Vlotho angeliefert. Von dort wurden die Stämme mit einem Holzwagen mit Pferdegespann an die Oelbrinkstraße transportiert. Es war eine Schwerstarbeit, wenn man bedenkt, dass alles noch Handarbeit war. Ein Kran stand damals nicht zur Verfügung. Die Stämme wurden zu Funier verarbeitet, um anschließend Zigarrenkisten daraus zu fertigen. 1944 wurde der Betrieb vom NS-Regime zwangsweise geschlossen, mit der lapidaren Begründung – dieser Betrieb arbeitet nicht rentabel. Zwischenzeitlich, so in den 1890er Jahren, war in diesem Haus auch noch ein Kupferschmied (Name nicht bekannt) ansässig. Dieser stellte vorwiegend Töpfe und Pfannen aus Kupfer für den Küchenhaushalt her. 1948 pachtete Fritz Sonntag den Komplex, den er dann 1950 auch käuflich erwarb. Er richtete dort zunächst eine KFZ-Reparaturwerkstatt ein. Unter der Bezeichnung „Auto Sonntag“ wurde er später auch zum Autohändler. Seine Vertriebsmarke war „FIAT“. Durch die Stadtsanierung bedingt, wurde „Auto Sonntag“ gedrungen den Standort aufzugeben und in die neuerbaute Halle nach Uffeln am Höferweg umzuziehen. Das war im September 1975. Das Haus Oelbrinkstraße Nr. 2 wurde wenig später abgerissen.
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 4, Günter Nenstiel
Dieses Haus diente vorwiegend, damals wie heute, als Wohnhaus, aber es gab auch eine Ausnahme. Dass Vlotho nach 1945 auch eine Filmstadt (UFA) war, daran werden sich heute noch einige Vlothoer erinnern. Nicht so bekannt ist, dass im Haus Oelbrinkstraße Nr. 4 auch Fotoapparate hergestellt wurden. Der Vertireb erfolgte in ganz Deutschland. Es war die Firma „SAS Gerätebau GmbH“ (Schröder, Assmann & Senkpiel), die sich mit der Produktion befasste. Drei Typen dieses Box-Zwitters aus schwarzem Polystyrol stellten sie her. Die Kamera, mit dem Namen „Sassex“, wurde etwa 25.000 Mal von 1948 bis 1951 verkauft.
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 6, Gerhard Nenstiel
Dieses Haus war bis 1950 Wohnsitz von Fritz Sonntag, der dann in das erworbene Haus Nr. 2 umzog. Danach bezog Gerhard Nenstiel geb. 1922 mit seiner Familie das Haus. Einige Jahre später (1959) richtete er dort seine Gastwirtschaft „Zum Löscheck“ ein. Neu und modern eingerichtet wurde sie schnell unter den „Jüngeren“ bekannt. Musikbox, Geldspielautomat und ein Flipper trugen zur Unterhaltung bei. Es war immer Hochbetrieb.
Als später das Kneipensterben in ganz Deutschland einsetzte, war auch Gerhard Nenstiel davon betroffen.
Von 1970 bis 1973 arbeitete er zunächst bei der Firma Fritz Lohmeier Schaltschränke und ging danach zu Rebo-Plastic nach Erder. Während dieser Zeit führte seine Frau Tagsüber und Gerhard nach Feierabend die Wirtschaft. Im Jahr 1981 wurde die Gaststätte geschlossen. Gerhard Nenstiel verstarb 1999.
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 Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 8
Dieses Haus war eh und je ein Wohnhaus, ehemaliger Eigentümer Wilhelm Henke (Uhrmacher).
Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 10
In diesem Mehrfamilienhaus war bis in die 1970er Jahre die Druckerei Beckmann ansässig. Nach deren Schließung diente es nur als Wohnhaus. Heutiger Besitzer ist der türkische Bürger Hueseyin Bahcetepe, der einen Schlüssel- und Schuhreparaturdienst an der Langen Straße Nr. 142 betreibt.
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Stichwort Kopfsteinpflaster - der Oelbrinkstraße
Über Jahrhunderte war der Straßenbelag der Oelbrinkstraße mit Steinen gepflastert (siehe beide Fotos), bis die Anwohner darauf drängten, die Straße mit einem glatten Belag auszustatten. Im Oktober 1956 war es soweit. Zunächst wurden die gröbsten Unebenheiten der Katzenkopfbepflasterung behoben. Anschließend erhielt die Straße eine Asphaltdecke. Damit ging ein Jahre alter Wunsch der Anlieger endlich in Erfüllung.
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Ein seltenes Foto noch aus der Zeit ohne Durchgangsstraße. Es zeigt die Häuser Oelbrinkstraße, Beckmann Druckerei, Haus Erke und Haus Lenger. Foto: 1962.
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 16, Eversmeier / Lenger
Eines der ältesten Häuser an der Oelbrinkstraße ist das Fachwerkhaus Nr. 16, dessen heutiger Besitzer die Familie M.+R. Lenger ist. Dieses gut erhaltene Haus wurde 1686 erbaut. 1938 erfolgte ein Umbau, bei dem das Fachwerk an der unteren Frontseite entfernt wurde. Ein weiterer Umbau erfolgte um 1967, dabei wurden auch die Fenster umgestaltet. In diesem Haus betrieb Hermann Eversmeier (Vater von Marlis Lenger), in den 1950er Jahren ein Möbelgeschäft. Auch wenn kein großer Platz zur Verfügung stand, wurde dort alles, von der Küche bis zur Polstergarnitur gehandelt. An dem gepflegten Haus ist folgender Spruch im Balken angebracht:
Zum Weiterlesen, Bild anklicken.
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Kambartel / Löhr
Oelbrinkstraße Nr. 18
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 20
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 22+24
Foto: 2010
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Stichwort Haus Oelbrinkstraße Nr. 26 (alt 212)
Im Stadtplan von Vlotho aus dem Jahre 1888 hat es die Hausnummer 212. Daraus lässt sich ziemlich genau auf das Baujahr schließen, denn bis 1686 standen in Vlotho genau 212 Häuser. Im Jahre 1840 waren es 240 Häuser. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum in Vlotho lediglich 28 Neubauten erstellt worden sind. Die Bebauung des Ölbrinks erfolgte erstaunlicherweise von der „Schuffel" aus, also von Westen.
Zum Weiterlesen, Bild anklicken.
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Oelbrinkstraße Nr. 28+30
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 32+34
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 36+38
Foto: 2010
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 36, Lauterbach, Malermeister
Dass Vlotho einmal die Heimat von Fritz Lauterbach werden würde, ahnte er in seiner Jugendzeit noch nicht. Fritz Lauterbach, der 1920 in Sagan (Schlesien) geboren und 1943 zum zweiten Mal Soldat wurde, kam danach in der Normandie (Frankreich) zum Einsatz. Als Britischer Kriegsgefangener wurde er im Mai 1945 nach Vlotho verschleppt und in der Bürgerschule einquartiert. Seine Entlassung als Kriegsgefangener erfolgte 1947. Zwischenzeitlich hatte er auch wieder Kontakt mit seiner Frau Margarete aufgenommen, welcher durch die Kriegswirren verlorengegangen war.
Zum Weiterlesen, Bild anklicken.
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Oelbrinkstraße Nr. 40
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 42+44
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 46+48
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 50+52
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 52
Foto: 1950.
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Bierverlag Schürmann
Oelbrinkstraße Nr. 54
Foto: um 1980.
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 52/54 – Bierverlag Schürmann
1956 eröffneten Willi und Christa Schürmann im Haus Oelbrinkstraße Nr. 52 einen Bierverlag. Nach einem gelungenen Start und weiterhin steigendem Kundenkreis reichten die Räumlichkeiten im Laufe der Zeit nicht mehr aus. So entschloss man sich 1968 Verkauf und Lager in das Nebenhaus Nr. 54 zu verlagern. Alles lief seinen gewohnten Gang, bis Willi erkrankte und 1980 im frühen Alter von 46 Jahren verstarb. Ab nun führte Christa das Geschäft allein.
Es war sicherlich nicht immer leicht für eine Frau die Verwaltung, den Innendienst und die Auslieferungsfahrten zu bewältigen. Unterstützung hatte sie nur durch Hilfskräfte, die zeitweise bei ihr beschäftigt waren. 1997 entschloss sich Christa Schürmann – zu Bedauern der Kunden - den Bierverlag zu schließen.
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Oelbrinkstraße Nr. 54+56+58
Früher: Bierverlag Schürmann
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Oelbrinkstraße Nr. 60
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße / Ölbrink - die rechte Seite
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 1 Die Ölmühle Rohland
Die Wasserkraft des Forellenbaches (mit einer Länge von neun Kilometern und einem Gefälle von 200 Metern) reichte ursprünglich aus, 20 Mühlen zu betreiben. Teilweise bestanden Getreide- und Ölmühlen unter einem Dach. Zu ihnen zählte auch die Ölmühle, die dem Brink unterhalb der Wasserstraße den Namen Ölbrink und schließlich dem an der Mühle entlang führenden Weg den Namen Oelbrinkstraße gegeben hat. Im Volksmund hatte sich sehr lange der plattdeutsch klingende Name „Ölgebrink" erhalten (wird auch heute noch von älteren Leuten verwendet). Mehr zu dieser Ölmühle finden sie auf der Seite "Mühlen"
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 3, Schürmann (bis 1910 Vlotho Nr. 211)
Das Ursprungsgebäude von Schürmann an der Oelbrinkstraße dürfte 1640 oder etwas früher erbaut worden sein. Denn das gegenüberliegende Fachwerkhaus vom ehemaligen Fleischermeister Fritz Böke ist 1640 mit der Bezeichnung „Vlotho Nr. 212“ errichtet. Da das Haus Schürmann die alte Bezeichnung „Vlotho Nr. 211“ hat, ist davon auszugehen, dass es im gleichen Zeitraum entstanden ist. Allerdings dürfte es sich bei dem Erstbau ebenfalls um ein Fachwerkhaus gehandelt haben, was auch an dem gewölbeartigen Keller sichtbar wird. Hinzuzufügen ist, dass das Gebäude im Jahr 1903 durch Bandstiftung bis auf die Grundmauern abbrannte.
Die Bäckerei:
Seit 1894 wurden in der Bäckerei Schürmann an der Oelbrinkstraße in Vlotho Brotwaren hergestellt. Gegründet wurde die Bäckerei von Fritz (*1866 - †1945) und Marie (*1869 - †1945) Schürmann. Ihr Sohn Fritz geb. 1898, der ebenfalls das Bäckerhandwerk erlernte und später seine Meisterprüfung absolviert hatte, übernahm in den 1940er Jahren den Betrieb seines Vaters.
Aus der zuvor geschlossenen Ehe zwischen Fritz Schürmann und Hedwig Grübbel gingen drei Kinder hervor: Fritz, Erika und Helga. Fritz leitete nicht nur die Backstube und den Laden, sondern half auch bei der Auslieferung der Waren. Er war bei seinen Kunden sehr beliebt und galt als zuvorkommender Mensch, der immer Zeit für freundliche Worte hatte. Zum Weiterlesen, Bild anklicken.
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Einen Bericht über Arbeiten und Wirken in Schürmanns Backstube finden Sie hier.
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Oelbrinkstraße Nr. 3
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 5
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 3 und 5
Aus Richtung L778. Foto: 2010
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr. 9, Geschichte des Hauses Witthaus
Das Haus Witthaus, das der notwendig gewordenen Straßenverbreiterung weichen musste, gehörte nicht zu den ehemaligen Fachwerkhäusern von Alt-VIotho, sondern stellte einen Neubau dar, der in der Zelt nach 1850 nach einem Brand entstanden ist. Ursprünglich muss hier ein kleines Haus gestanden haben, das im Laufe der Erweiterung der Altstadt zwischen Amtsgericht und Valdorfer Straße mit der oberen Langen Straße errichtet worden ist. Im Jahre 1689 wohnte hier der Schäfer Henrich Wiemann. Im Besitze dieser Familie war das Haus auch im ganzen nächsten Jahrhundert. So wohnte 1780 ein Handarbeiter Wiemann dort. Zu dem Hause gehörte etwas Grundbesitz; er betrug aber nur ein Scheffelsaat und drei Spint. Das entspricht einer Größe von fast 3.000 qm. Zum Weiterlesen, Bild anklicken.
Ein Videoclip vom Sturmschaden können Sie hier einsehen. 
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Oelbrinkstraße Nr. 11
Foto: 2010
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Oelbrinkstraße Nr. 13
Foto: um 1920.
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Oelbrinkstraße Nr. 15
Foto: 2010
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Stichwort Oelbrinkstraße Nr.15, Hermann Schrage Getränkehandel
Heinrich Georg Hermann Schrage, geb. 1928, übernahm den Getränkehandel 1948 von seinem Vater Friedrich Carl Hermann Schrage. Zuvor hatte er eine kaufmännische Ausbildung im elterlichen Betrieb absolviert.
Mehr über die Getränkefirma H. Schrage,
finden Sie auf der Seite "Wirtschaft" / "Gewerbe"
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