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Stadtteil Uffeln

Stadtteil von Vlotho seit 1973. Zuvor Kreis Minden

 

Uffeln - Was lange währt, wird endlich gut

Bereits 1968 war abzusehen, dass die im Amt Vlotho existierenden Vorstellungen hinsichtlich einer umfassenden Eingliederung von Gemeinden aus den Kreisen Lemgo und Minden nicht zu verwirklichen waren. Aussichtsreich standen allein die Chancen, die Gemeinde Uffeln, welche dem Amt Hausberge im Kreis Minden angehörte, im Zuge der Gebietsreform in die Stadt Vlotho einzugliedern. Im Rahmen des Bielefeld-Gesetzes erfolgte die Eingemeindung Uffelns zum 1. Januar 1973. Mit dieser Entscheidung war der historisch gewachsenen, wirtschaftlichen Verflechtung Uffelns mit Vlotho Rechnung getragen worden.

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Alte Weserbrücke - Erbaut 1927-1928.

Der Wunsch nach einer Brückenverbindung zwischen den beiden Gemeinden war bereits im 19. Jahrhundert geäußert worden. Im Jahr 1894 hatte der Vlothoer Amtmann Brüggenschmidt in einem Schreiben an seinen Hausberger Amtskollegen Coesfeld den gemeinschaftlichen Bau einer Brücke angeregt. Der Vlothoer Vorstoß blieb ohne Ergebnis. Das Thema Brückenbau war in den folgenden Jahren in Vlotho und Uffeln immer wieder einmal Gesprächsthema, ohne jedoch Folgen zu zeitigen. Erst im Januar 1924 ergab sich die Gelegenheit, das Brückenbauprojekt erneut auf die Tagesordnung zu setzen, um es nun konsequent bis zur Brückeneröffnung am 28. März 1928 zu verfolgen.

 

Weitere Straßen und Berichte über die Geschichte Uffeln

hb-eingang60Stichwort Begemann Gutenbergstraße

Handwerker- und Industriebedarf

Vom Wohnhaus zum Eisenwarenfachgeschäft

Es begann im Juli 1958 mit der Errichtung eines Zweifamilienwohnhauses und einer Garage, das der Bauherr Heinrich Begemann in Uffeln Nr. 496 vom Architekten Rudolf Dustmann errichten ließ. Standort war der Verbindungsweg zwischen der Gaststätte von Anni Wiele „Weser Schänke“ und dem Kiesteich, der quer durch ein Feld führte und nur einen Schotterbelag hatte. Erst viel später wurde dieser Weg zu einer Straße ausgebaut und erhielt die Bezeichnung Gutenbergstraße. Ausschlaggebend für diesen Straßennamen war die Druckerei des Gastwirtssohnes Friedrich Wiele, die auch an dieser Straße lag. Im Dezember 1958 war das Wohnhaus fertig und man begann mit dem Einzug.

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Ausschnitt der Ufflener Grundkarte von 1956-59. Letzte Änderung 1959. Maßstab 1:5000 zeigt die spätere Gutenbergstraße mit den damaligen vier Gebäuden. Zwischenzeitlich sind einige Bauten hinzugekommen. Die Halle fehlt noch.

 

Kaufmann Heinrich Begemann geb. 1904 war Mitinhaber des Eisenwarengeschäftes August Fürhölter, das in Vlotho an der Langen Straße Nr. 85 lag und 1947 mit seinem Kompagnon Franz Meyer zu Farwick übernommen wurde. Da August Fürhölter nicht aus dem Krieg heimkehrte, verblieben die beiden Inhaber weiter als Mieter in diesen Geschäftsräumen.

Beide waren zuvor  bei der Firma August Hoffmann an der Weserstraße tätig. Neben diesem Geschäft gab es noch drei weitere eingesessene Haushalts- und Eisenwarengeschäfte in Vlotho. Diese waren: August Hoffmann an der Weserstraße, Ernst Hampe und August Wiemann an der Langen Straße.

Durch gute Umsätze in den nächsten Jahren konnte sich das Geschäft erheblich vergrößern und denhb-logo rechten Gebäudeteil in dem das Kinderbekleidungsgeschäft von Walter Hartwig untergebracht war, mit übernehmen. Die Zahl der Beschäftigten war (1957) auf neun Angestellte gewachsen und wurde zum mitführenden Geschäft dieser Art in Vlotho. Obwohl das Geschäft weiterhin gut florierte, befasste sich die Familie Begemann mit dem Gedanken einer Trennung. Am 25. August 1959 stand der Entschluss fest, aus der Firma August Fürhölter am 30. September 1959 auszutreten und in Uffeln einen Neuanfang zu machen.

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Stichwort Klocke Heimtier- und Gartenbedarf

Vom Valdorfer Landhandel zum Uffelner Garten- und Heimtiergeschäft

Die Wurzeln des heutigen Betriebes liegen in Steinbründorf Nr. 31, wo der Großvater des heutigen Besitzers August Klocke (*1.10.1901, † 20.3.1966) mit seiner Frau Anna (*24.7.1900, †10.2.1976) einen Landhandel betrieb. Aus ihrer Ehe gingen drei Söhne hervor: Hermann, Herbert und Gerhard. Nach dem Tod von August führte Sohn Gerhard den Betrieb in Steinbründorf weiter und sein Bruder Herbert wurde Wirtschaftsprüfer in Düsseldorf. Der älteste Sohn Hermann machte sich selbstständig.

Hermann Klocke und seine Ehefrau Ingeborg (geb. Sprang, *14.04.1928) aus Holwiesen gründeten 1955 einen Landhandel in Uffeln Nr. 433, heute Höferweg 10. Mit viel Fleiß bauten sie sich einen Kundenstamm aus den umliegenden Landwirten auf. Die Landwirte brachten im Sommer ihr Getreide zu “Klocken Hermann und Inge” und kauften dafür ihre Futter- und Düngemittel im Landhandel Klocke. Das Geschäft entwickelte sich rasant. Doch in dieser guten Zeit kam ein Rückschlag. Hermann Klocke erkrankte und starb viel zu früh im Alter von 48 Jahren (1975). Von nun an führte seine Frau den Betrieb weiter, was für sie eine enorme Belastung war, die sie aber mit Bravour meisterte.     

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schule-uffelnStichwort Schule Uffeln

Das erste Schulgebäude, in dem etwa 30 Kinder unterrichtet wurden, stand in dem von der Mindener Straße und dem Weg „Zu den Höfen" gebildeten Dreieck auf dem heutigen Anwesen des Landwirts Meier. Von dem kleinen Haus, das bald nach 1800 erbaut wurde und als eines der ältesten Häuser die Nummer 26 trug, ist nichts mehr vorhanden. Mit der Zeit wuchs das Schüleraufkommen beträchtlich, so dass die Platzverhältnisse nicht mehr ausreichten. 1882 entschloss man sich für einen Neubau, dieser fand in der damaligen Mitte des Dorfes seinen Platz (heute Schulgarten/Ecke Buhnstraße). Der Bitte, eine zweite Schule auf dem Buhn zu errichten, wurde zunächst abgelehnt. Als das Drängen der Buhner Bürger immer größer wurde, erhielt der Buhn zehn Jahre später (1895) doch noch seine eigene Schule. Dieser Zustand mit nun zwei Uffelner Schulen blieb solange erhalten, bis im Jahr 1964 die neue Schule an der Buhnstraße gebaut wurde.  Geschichte

 

kieswerk.vlotho-weser-0-startbildStichwort Kieswerk Seilbahn-Lorentransport über die Weser

Firmenbezeichnung:   »Kieswerk Vlotho-Weser«

Walter Bätz (geb.1930), der an der Rehmer Straße seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte, erzählte und schrieb auch einiges über das Kieswerk in Uffeln, welches Anfang Juni 1930 in der Nähe des Krögerhofes (am heutigen Höferweg / Am Kiesteich) fertig gestellt wurde. Der erste Kiestransport über die Weser erfolgte in der zweiten Junihälfte. Die Rehmer Straße mit einem Kopfsteinpflaster war nach beiden Seiten hin leicht geneigt. Die leeren Lastwagen, die zum Kiesabholen fuhren, klapperten tagsüber hier entlang, die nicht gespannten Ketten auf den Ladeflächen verursachten das Geräusch. Auch an stillen Abenden war ein orgelndes Geräusch vom Kieswerk in Uffeln zu hören. Anscheinend wurde noch spät am Tage gefördert.

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buchen-borlefzenStichwort Abholzen befallener Buchen am Hang Borlefzen

Auf einer Länge von etwa 1200 Meter entlang der Rintelner Straße, zwischen der Eisenbahnbrücke und den Campingplätzen in Borlefzen, mussten 2013 nahezu alle Bäume am Hang gefällt werden. Grund für das massive Buchensterben war die so genannte Buchenkomplexkrankheit*. In diesem Fall bestand die Gefahr, dass die erkranken Bäume vom Berghang auf die Straße fallen würden, was eine ernst zu nehmende Verkehrsgefährdung war. Für den Zeitraum der Arbeiten musste die Landesstraße L 866 in diesem Bereich für mehrere Wochen voll gesperrt werden. Die Vollsperrung der Rintelner Straße begann am 29. April und dauerte bis 26. Juni 2013. Das geschah in Abstimmung mit Straßen NRW. Der Radweg blieb befahrbar, allerdings mussten die Fällarbeiten immer wieder unterbrochen werden, um Schaulustige und Radfahrer aus dem Gefahrenbereich zu schicken.

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uffeln-besiedlung-karteStichwort Die Besiedlung Uffelns zur Mitte des 19. Jahrhunderts

Die nebenstehende Karte der Bauerschaft Uffeln war zunächst als Beitrag zu einer geplanten Chronik des vormaligen Kirchspiels Holtrup vorgesehen. Zu diesem Zweck wurde sie auch von Friedrich Oberschelp, einem ehemaligen   Uffelner, gezeichnet. Die Zeichnung gibt den Stand der Besiedlung wieder, wie sie in der Zeit von etwa 1825 bis 1850 anzutreffen war. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass sich von der Lage her gesehen, bei den Kolonaten, die auch vorher schon erwähnt werden, keine wesentlichen Veränderungen ergeben haben.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

schaefer1963-60Stichwort Der letzte Berufsschäfer in Uffeln war der Buhner Hermann Burghardt

Dieses Foto zeigt noch die Ruhe der damaligen Zeit. Der Buhner Schäfer Hermann Burghardt (*1902 †1968) zieht mit seiner Herde in Richtung alte Weserbrücke. Er war der letzte hauptberufliche Schäfer in Uffeln. Sein Sohn Wilhelm erlernte einen anderen Beruf und führte die Schäferei nur noch nebenberuflich aus.  Foto: um 1962.

pieper-1958Stichwort Gasthaus Pieper Uffeln Nr. 201später Möllberger Str. 1

Das Gebäude oben auf dem Buhn ist im Jahr 1900 von Britas Großeltern erbaut worden. Bereits die Großeltern und später deren Sohn Willi Pieper mit Ehefrau Marie führten dort ein Kolonialwarengeschäft, einen Kohlenhandel, einen Düngemittelverkauf und eine Gaststätte.

Das Haus wurde mehrfach umgebaut und erweitert.

Im Jahr 1964 entstand die Gaststätte in ihrer heute bekannten Größe mit Platz im Schankraum und im Clubraum für jeweils 30 Gäste und  einem Festsaal für bis zu 120 Personen. Auch ein  Biergarten und Hofgarten für Grillfeste wurde angelegt.   Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

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Die Weserfähre an der Uffelner Anlegestelle. Diese Fähre war von 1945 bis 1951 in Betrieb.

 

Die Eisenbahnbrücke auf Uffelner Seite. In der Ferne die Rintelner Straße. Aufgenommen um 1947.

 

haifischStichwort “Moby Dick"

Das Bild zeigt einen der letzten Neubauten der ehemaligen
Uffelner Schiffswerft „Büsching & Rosemeyer“. Der Bau des ungewöhnlichen Fahrgastschiffes war eine Idee der Auftraggeberin "Stern- und Kreisschiffahrt" in Berlin-Klein-Machnow. Berlin brauchte eine Attraktion für den Tourismus. Der Bau des Schiffes sollte für die Berliner eine Überraschung sein und bis zur Ankunft geheim bleiben.

 

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schiffbau-uffeln-el-kantara-60Stichwort: Schiffbau in Uffeln

Bei der geschichtlichen Betrachtung der Gemeinde Uffeln darf der Schiffbau nicht fehlen. Fast 100 Jahre wurden in Uffeln Schiffe gebaut.

Die Uffelner Friedrich Rasche (1879), Heinrich Büsching und Heinrich Rosemeier (1906) gründeten Werften für die Weserschifffahrt. Anfangs wurden Holzschiffe, in der 20iger Jahren eiserne Schleppkähne mit Holzboden gebaut. Diese Holzböden mussten von Zeit zu Zeit mit Werg abgedichtet werden. Die Schiffe wurden zu dem Zweck mit den Hellingwagen auf Land gezogen und dann auf Pallhölzer gestellt, um einmal die Hellingwagen wieder frei zu haben, um aber auch die Schiffe so hoch aufzubocken, dass die Arbeit unter dem Schiffsboden möglich war. Das Abdichten des hölzernen Schiffsbodens war harte Handarbeit und nichts für schwache Wirbelsäulen. Das dumpfe Klopfen mit dem Holzhammer brachte den damaligen Werften den im Alltag gebräuchlichen Namen „Pukkerplatz" ein. Das Pukkern wurde beim Stahlschiffbau abgelöst durch die harten Schläge der Niethämmer. Später wurden die Schiffe voll geschweißt und die Schiffbauer erfüllten das Wesertal nicht mehr mit ihrem ohrenbetäubenden Arbeitslärm.    Zum Weiterlesen, Bild anklicken.

 

Stichwort Verwaltungs- und Gebietsreform

„Ein Meilenstein in der Geschichte der Stadt Vlotho und der Gemeinde Uffeln“, so der Titel eines Berichtes im „Mindener Tageblatt“ vom 4. März 1970. Anlass war die Unterzeichnung des Gebietsänderungsvertrages zwischen der Stadt Vlotho und der Gemeinde Uffeln. Die Unterzeichnung dieses Vertrages beendete die emotionale Diskussion, vor allem in Uffeln, um die Eingliederung der Gemeinde Uffeln in die Stadt Vlotho. Die Zusammenlegung der beiden Gebietskörperschaften sah die Verwaltungs- und  Gebietsreform in Nordrhein Westfalen vor. Vlotho und Uffeln hatten in dem Vertrag einvernehmliche Regelungen für die Zeit nach Inkrafttreten des Gesetzes getroffen. Das Gesetz trat dann mit Wirkung vom 1.1.1973 in Kraft und beendete mit diesem Datum die kommunale Selbstständigkeit der Gemeinde Uffeln. Uffeln schied aus dem Landkreis Minden aus und wurde Teil der Stadt Vlotho im Landkreis Herford. Das Datum des 31.12.1972 ist sicher für die seit rund 800 Jahren selbstständige Gemeinde Uffeln  ein historisches Ereignis. Uffeln hatte sich gut aufgestellt, war finanziell gesund und stand am Anfang einer raschen Weiterentwicklung. Die Uffelner wollten ihre Eigenständigkeit nicht aufgeben und sahen auch keine Notwendigkeit, daher ihr emotionaler Widerstand. Bürgermeister Wilhelm Weber bezeichnete in seinem Schlusswort in der letzten Sitzung des Gemeinderates Uffeln am 21. Dezember 1972  die Vereinigung der benachbarten Kommunen als Vernunftehe und drückte die Hoffnung aus, dass sie die Basis für ein gedeihliches Zusammenleben sein werde. Damit sprach er das aus, was viele Uffelner hofften und sicher die Vlothoer Nachbarn ebenso. Die Verwaltungs- und Gebietsneuordnungebietsneuordnungg von NRW beendete mit  Wirksamwerden des Gesetzes am 1. Januar 1973 die schon 1928 im Zusammenhang mit dem Bau der Weserbrücke begonnene Diskussion um die kommunale Vereinigung der auf  beiden Seiten der Weser liegenden und auf vielfache Weise verbundenen Gemeinden Uffeln und Vlotho. 

 

Den Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Vlotho und der Gemeinde Uffeln unterzeichneten im Gemeindehaus Uffeln

(v. l. n. r.): Stadtdirektor Heinz Volkmann, Vlotho, (Bürgermeister Rudolf Kaiser, Vlotho nur als Zuschauer), Bürgermeister Wilhelm Weber, Uffeln

und Amtmann Hermann Kölling, Vlotho.

Foto: März 1970.

 

frommeStichwort Karl Fromme ehemaliger Bürgermeister

Karl Fromme wurde am 5. März 1905 in Uffeln geboren. Als 18-jähriger gründete er im März 1923 gemeinsam mit Karl Schäfer und Karl Müchenheim den SPD-Ortsverein Uffeln. 1925 sollte er die Rednerschule der Partei in Bielefeld besuchen, verzichtete aber wegen seiner Familie darauf. 1933 lernte er Carl Severing auf dem Unterbezirksparteitag in Porta kennen. Noch im selben Jahr trat Karl Fromme erstmalig für die Gemeinderatswahl in Uffeln an. Die SPD erhielt am 12. März 1933 14,8 Prozent der Stimmen, das sind 134 von insgesamt 900. Nachdem die Nationalsozialisten Anfang 1933 die Macht übernommen hatten, konnte auch in Uffeln die SPD nur noch kurze Zeit wirken. Am 27. Juni 1933 wurde die Partei durch den Landrat Petersen verboten. Die Nazi-Überwachungsorgane beobachteten die Parteigenossen sehr genau. Deshalb wurden alle Unterlagen und Dokumente des Ortsvereins aus Angst vernichtet.

Nach dem Kriege wagte die SPD in Uffeln einen Neuanfang. Gemeinsam mit August Dreischmeier rief Fromme den Ortsverein wieder ins Leben und leitete kommissarisch die erste Gemeindeversammlung. Erster frei gewählter Bürgermeister nach dem Krieg wurde der Parteilose Wilhelm Rasche, Karl Fromme wurde sein Stellvertreter. Vom 1. Oktober 1946 bis 8. November1969 übernimmt Karl Fromme dann durchgehend das Amt des ersten Bürgermeisters. Von 1956 bis 1969 ist er auch Mitglied des Kreistages. 1972 schließlich gab Uffeln seine Selbständigkeit auf und wurde im folgenden Jahr Stadtteil von Vlotho. Karl Fromme vertrat die Uffelner Interessen noch vom 7. August 1973 bis zum 4. Mai 1975 im Vlothoer Stadtrat, dann zog er sich in den Ruhestand zurück.

Karl Fromme starb am 4. Dezember 1994 im Alter von 89 Jahren.

 

weber-wilhem-passStichwort Wilhelm Weber, ehemaliger Bürgermeister

Wilhelm Weber, letzter Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Uffeln.

Der Diplom-Kaufmann Wilhelm Weber, geb. in Uffeln auf dem Buhn, wurde nach der Kommunalwahl im November 1969 Nachfolger von Karl Fromme.

Er hatte mit anderen im Jahre 1962 die "Unabhängige Wählergemeinschaft"

(UWG) in Uffeln gegründet und trat 1969 zum ersten Mal als Kandidat bei der Wahl an. Die UWG wollte Kommunalpolitik ohne Parteibuch machen und setzte auf die Überzeugungskraft ihrer Kandidaten. "Unsere Stadt - unsere Aufgabe" lautete ihr Wahlslogan. Die Wählergemeinschaft gewann die Wahl und Wilhelm Weber wurde zum Bürgermeister gewählt.

Die Gebietsneuordnung war schon in Vorbereitung und wurde in Uffeln zum Teil sehr emotional diskutiert. Hier galt es die Wogen zu glätten und eine Sachdiskussion einzuleiten. Ein Gebietsänderungsvertrag mit Vlotho wurde ausgehandelt und abgeschlossen. Andere Vorhaben wurden zügig angepackt und vorangetrieben. Flächennutzungsplan, Kanalisation, Erweiterung der Grundschule und ein Kindergartenneubau standen im Mittelpunkt. Die Arbeit im neuen Gemeinderat war von Sachlichkeit geprägt und effektiv. Am 21.12.1972 fand die letzte Ratssitzung statt und Uffeln verlor nach etwa 700 Jahren den Status einer selbständigen Gemeinde.

Der erste Bürgermeister hieß Wilhelm Grube, der letzte Wilhelm Weber.

Dann kam 1972/73 die Gebietsneuordnung und damit der Zusammenschluss mit der Stadt Vlotho. Wilhelm Weber hatte nicht vor weiter Kommunalpolitik zu betreiben und zwar aus beruflichen Gründen. Er ließ sich dann aber doch überreden und nahm mit der in FWG "Freie Wählergemeinschaft"

umbenannten Wählergruppierung an der Wahl in der Stadt Vlotho nach der Gebietsneuordnung teil. Die FWG erhielt in Vlotho überraschend etwa 25% der Stimmen. Wilhelm Weber machte weiter, wurde stellvertretender Bürgermeister und im Jahre 1978, nach dem plötzlichen Tode das amtierenden Bürgermeisters Rudolf Kaiser, Bürgermeister der Stadt Vlotho.

Zur Kommunalwahl 1984 trat er nicht mehr an und schied aus der Kommunalpolitik aus.

 

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